Veranstaltung:
Samstag, 23. Juli: Demo für den Erhalt bezahlbaren Wohnraums

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GBG – Das F steht für Fairness

Die städtische Wohnungsbaugenossenschaft GBG dreht die Preisspirale in Mannheim fleißig mit und lässt ihren sozialen Anspruch endgültig hinter sich. Mit ihren 19 500 Mietwohnungen für 60 000 Bewohnerinnen und Bewohnern in Mannheim spielt sie eine zentrale Rolle auf dem Wohnungsmarkt und gestaltet die Wohnungspolitik in der Stadt entscheidend mit – leider nicht zum Guten.

So hob die GBG 2014 in zahlreichen ihrer Wohnungen die Monatsmieten an, ohne dafür Verbesserungen zu bieten; als Grund genügte die „Anpassung an den Mietspiegel“. Für die Wohnblöcke in der Carl-Benz-Straße sowie am Adolf-Damaschke-Ring plant die GBG gleich den Abriss. Hier sollen moderne Quartiere mit gehobenem Komfort entstehen und Mietpreisen, die sich die bisherigen Mieter*innen nicht leisten können.

Am Adolf-Damaschke-Ring konnten sich die Mieter*innen wehren und haben einen Teil der Abrisse verhindert sowie massive Mietsteigerungen gestoppt. Dass die GBG-Pläne in dieser Siedlung wenigstens nicht vollständig aufgingen, ist eine gute Nachricht. Mit Selbstorganisierung und koordiniertem Widerstand können wir Stadtpolitik sozialer machen!

 

Für eine Stadt für Alle!

Wir wehren uns gegen soziale Verdrängung und steigende Mieten. Doch wir wehren uns auch dagegen, dass Wohnraum wie eine Ware gehandelt wird, und nur dem Profitstreben dient. Denn genau das treibt die Mieten und Immobilienpreise in die Höhe. Dies geht zu Lasten der Menschen, die in dieser Stadt leben.
Als Mieter*innen ist es uns egal, ob die Banken in der Krise stecken oder die Stadt sich umgestalten will. Es geht um UNSERE Nachbarschaft, UNSERE Lebensbedingungen und UNSERE Stadt. Wohnraum gehört vergesellschaftet – besser heute als morgen!

Hiermit rufen wir alle, die sich mit uns für eine soziale und solidarische Stadtpolitik einsetzen möchten, auf: Schließt Euch uns an. Kommt zur Demo am 23. Juli – Unsere Stadt sollen sich alle leisten können!

 

 

19. März: Sitzung des Aufsichtsrats der GBG

Am 19. März findet um 9 Uhr im GBG-Gebäude Ulmenweg 7 eine Sitzung des Aufsichtsrates der ‪‎GBG‬ statt. Bei der Sitzung wird es auch um die Forderung der Bewohnerinitiative: Kein Abriss am Adolf-Damaschke-Ring sowie der Bewohner*innen in der Carl-Benz-Straße gehen, von dem geplanten Abriss kostengünstigen Wohnraums Abstand zu nehmen. Wir unterstützen die Forderungen der GBG-Mieter*innen und würden uns freuen, wenn am 19. März ab 8:30 Uhr einige vor Ort sind, um dem Aufsichtsrat zu sagen, was wir von ‪“GBGentrifizierung‬“ halten.

 

Bereits am Samstag, den 16. März, veröffentlichte der Neckarstadtblog einen offenen Brief von Jörg Wächter an die GBG. Darin heißt es:

 

Eine zu hohe Anzahl an Mietern in der Aubuckelsiedlung sagt bis heute, dass sie ihre Wohnung nicht aufgeben werden. Einige von diesen kennen Sie aus den verschiedenen Fernseh- und Zeitungsberichten. Welche Pläne liegen denn vor, diesen starken Widerstand zu brechen? Wollen Sie tatsächlich am Ende teilweise 80- und 90-jährige Rentner mit Räumungsbeschluss aus ihren Wohnungen klagen? Ist es denn überhaupt noch möglich, Abrisspläne ohne weiteren Schaden für die GBG, die Stadt Mannheim und die im Aufsichtsrat vertretenen Parteien zu verwirklichen? Antworten auf diese Frage müssen Sie am 19.3. von der Geschäftsführung der GBG verlangen.

Die beste und wahrscheinlich einzige Möglichkeit, alle Mieter am Adolf-Damaschke-Ring abzusichern und weitergehend bezahlbaren Wohnraum in Feudenheim anzubieten, ist es, den Abriss von Häusern durch die GBG jetzt zu verhindern. Auch eine leichte Veränderung des bisher vorgestellten Konzepts, kann die Nachteile, die durch einen Abriss von Wohnungen in der Aubuckelsiedlung entstehen würden, nicht ausgleichen.

In diesem Sinne: Erinnern wir den Aufsichtsrat der GBG daran, dass hier Menschen wohnen, die sich nicht so einfach aus ihren Wohnungen vertreiben lassen werden. Die Bewohner*innen der Aubuckelsiedlung freuen sich sicher über Unterstützung am kommenden Freitag.