Klage abgewiesen!

Am Mittwoch, den 24.01.2018 musste Hildebrandt & Hees Immobilien GmbH in Vertretung für „BNP Paribas REIM Germany GmbH Puma Invest“ eine weitere Prozessschlappe vor dem Landgericht Mannheim hinnehmen.

Der vorsitzende Richter rügte, dass bereits der Klageantrag nicht richtig formuliert wurde und wies die Klage vollumfänglich ab. Die ganze Verhandlung dauerte keine 10 Minuten.

Dies ist nicht ungewöhnlich bei Prozessen, in denen Hildebrandt & Hees gegen Mieter*innen vorgeht. Werden die Klagen überhaupt zugelassen, werden diese häufig von den Mieter*innen gewonnen.

Ein weiterer Sieg für den Jungbusch Kiez und seine Vielfalt!

6 Monate nach dem Beschluss des “12-Punkte-Programms” – Offener Brief an OB Dr. Peter Kurz

Offener Brief des “OST Jungbusch” sowie stadtpolitisch Aktiver an die Stadt Mannheim

 

 

 

Sehr geehrter Herr OB Dr. Peter Kurz,

bei der Eröffnung des 13. Nachtwandels im Jungbusch erklärten Sie, es sei ein klares Ziel der Stadt Mannheim, die Vielfalt im Jungbusch zu erhalten. Ferner gaben Sie an, die Stadt Mannheim sei dabei, eine Lösung zum Thema preisgünstigen Wohnnraum für die Hafenstraße 66 zu finden.

Knapp sechs Monate nach der Verabschiedung des “12 Punkte Programms für preisgünstigen Wohnraum” am 27. Juni 2017 stellen sich für uns als Bewohnerinnen und Bewohner des Jungbuschs sowie stadtpolitisch Aktive nachfolgende Fragen:

  1. Welche Informationen hat die Stadt Mannheim über die Verdrängung einkommensschwacher Haushalte durch erhebliche Mietsteigerungen sowie rechtswidrige Kündigungen? Die Frage bezieht sich besonders auf den Stadtteil Jungbusch.
  2. Welche konkreten Maßnahmen hat die Stadt seit Verabschiedung des 12-Punkte-Programms unternommen, um diesem Effekt entgegenzuwirken?
  3. Für welche Bereiche plant die Stadt den Erlass einer Erhaltungssatzung (“Milieuschutzsatzung”) nach dem BauGB?
  4. Welche Lösung zum Thema preisgünstigen Wohnraum sieht die Stadt für die Hafenstraße 66 vor? Zu welchem Mietpreis wird der Wohnraum in der Hafenstraße 66 voraussichtlich mietbar sein (Kalt- und Warmmiete)? Mit welchen Kosten ist im Falle einer Renovierung bzw. eines Neubaus zu rechnen?
  5. Welche Entwicklung sieht die Stadt für das Gelände südlich der Aral-Tankstelle (Hafenstraße 15-19) vor? Wird hier preisgünstiger Wohnraum entstehen?
  6. Bei dem “Offenen Stadtteiltreffen Jungbusch” am 5. August 2017 in der Hafenstraße 66 wurde erklärt, die Stadt befände sich in Gesprächen mit Hildebrandt & Hees bzw. BNP Paribas. Hierbei gehe es insbesondere um eine freiwillige Selbstverpflichtung von Hildebrandt & Hees bzw. BNP Paribas zur Einhaltung der Sozialquote. Welche Ergebnisse hatten diese Gespräche? Hat Hildebrandt & Hees bzw. BNP Paribas eine solche Selbstverpflichtung zwischenzeitlich abgegeben?
  7. Welche Maßnahmen wurden bislang ergriffen bzw. wird die Stadt noch ergreifen, um weitere rechtswidrige Kündigungen durch Hildebrandt & Hess bzw. BNP Paribas zu verhindern?
  8. Mit welchen Mitteln möchte die Stadt, insbesondere vor dem Hintergrund sprachlicher Barrieren, dafür Sorge tragen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner von Häusern, welche durch Hildebrandt & Hees bzw. BNP Paribas gekauft wurden, hinreichend über ihre Rechte informiert werden?
  9. Auf welche Weise unterstützt die Stadt alteingesessene Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer im Jungbusch bei einer sanften Modernisierung ihrer Häuser (Kredite, Planung, know-how etc.), um einem (Not-) Verkauf an finanzstarke Investoren zuvorzukommen?

Wir bitten um möglichst zeitnahe Beantwortung und wünschen frohe Feiertage!

Mit freundlichen Grüßen


WGDS? Mannheim – Stadtpolitisches Bündnis
für das Offene Stadtteiltreffen Jungbusch

Hausbesetzer*innen ziehen Zwischenbilanz nach Gesprächen mit der Stadt

Mannheim.

Das Stadtpolitische Bündnis WGDS? zieht nach den Gesprächen
mit der Stadt am Montagnachmittag eine gemischte Zwischenbilanz. „Wir
haben uns in den Gesprächen von der Stadt ernst genommen gefühlt. Diese
hat uns ihre Pläne, die sie im Jungbusch verfolgt dargelegt. Uns ist
jedoch nicht klar geworden, wie sie so der aktuellen Aufwertungsspirale
Herr werden möchte“, so die Sprecher*innen des Bündnisses Eva Schmitt
und Christopher Lobin. „Wir haben daraufhin unsere Position zu den
aktuellen Entwicklungen deutlich gemacht und unsere Ideen zur Nutzung
der Hafenstraße 66 vorgestellt.“

Es habe Einigkeit geherrscht, dass weiterer Wohnraum im Jungbusch
benötigt werde. Dieser Einsicht folgend, soll eine Wohnnutzung des
Hafen66, wie ihn die Besetzer*innen nennen, geprüft und dem Gemeinderat
vorgestellt werden. „Wir als WGDS? begrüßen diese Initiative und werden
Sie kritisch begleiten.“, so Eva Schmitt. Ganz konkret habe man dem
Bündnis zugesagt, es beim Ausarbeiten eines detaillierten Nutzungs- und
Finanzierungskonzepts, das den Bedürfnissen des Stadtteils gerecht wird,
zu unterstützen. „Wir wollen nun schnell über das Offene
Stadtteiltreffen (OST) eine Gruppe finden, die diesen Prozess
verbindlich begleitet“, ergänzt Christopher Lobin. Dazu seien alle
herzlich eingeladen, die sich an diesem Prozess beteiligen wollen.
Außerdem gelte dieses Angebot auch für andere Initiativen und Gruppen,
die sich vorstellen könnten, dort ein integratives Wohnprojekt ins Leben
zu rufen. „Als stadtpolitisches Bündnis ist es uns wichtig, dass dort
Wohnraum für Menschen entsteht, die Interesse am Stadtteil haben und
diesen in seiner Vielfalt repräsentieren sowie erhalten wollen. Diesen
Prozess haben wir am Wochenende angestoßen und werden ihn unabhängig
davon, ob wir selber dort einziehen, weiter begleiten.“

Pressekontakte: Christopher Lobin und Eva Schmitt

Telefonnummer: +49 178 1772218

E-Mail: wgds-mannheim@riseup.net

Facebook: https://www.facebook.com/wgdsmannheim/

Twitter: https://twitter.com/stadt_fuer_alle

Homepage: http://wgds-mannheim.de

Video zur Hausbesetzung

Ihr fragt euch, was Samstag im #Hafen66 passiert ist?! Wir haben ein großartiges Video von unserer Hausbesetzung für euch!

Heute beginnen die Verhandlungen mit der Stadt über die Umsetzung unserer Nutzungspläne. Von unserem Erfolg gestern motiviert bleiben unsere Forderungen ganz klar: Oben integratives Wohnprojekt, unten Räume für soziale Initiativen, die dem Viertel zu Gute kommen. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Leerstand zu Wohnraum!

Besetzung der Hafenstr. 66 beendet – Erfolg für die Aktivist*innen von WGDS

Mannheim. Am Samstagabend gegen 19.45 Uhr haben die Aktivist*innen von „Wem gehört die Stadt?“ (WGDS) das Haus in der Hafenstr. 66 im Stadtteil Jungbusch verlassen. Die Besetzung sei ein Erfolg für den Stadtteil und ihr Anliegen gewesen, sagten die Pressesprecher*innen des Bündnisses, Eva Schmitt und Christopher Lobin. „Wir haben das Haus für den Stadtteil geöffnet und den Nachmittag über mit verschiedenen Veranstaltungen gezeigt, wie eine zukünftige Nutzung des Hauses aussehen könnte. Wir haben die breite Aufmerksamkeit genutzt, um mit Vertreter*innen der Stadt in Verhandlungen zu treten und es ist uns gelungen, unsere Standpunkte deutlich zu machen.“, so Schmitt. Lobin ergänzt: „Gleich am Montag werden wir uns mit Entscheidungsträger*innen der Stadt treffen und über die zukünftige Nutzung des Gebäudes verhandeln. Unser Ziel bleibt ganz klar: Die Hafenstraße 66 muss zu bezahlbarem Wohnraum werden, ganz konkret im Rahmen eines Mietshäusersyndikats.“ In der Woche zuvor war öffentlich geworden, dass die Immobilie, die der Stadt gehört, in ein weiteres Gründer*innenzentrum umgewandelt werden sollte – eine Entwicklung, die die angespannte Wohnlage im Jungbusch weiter anheizen würde. „Für heute haben wir entschieden, das Haus zu verlassen.“ Teil der Einigung war es, das geplante Abendprogramm in angrenzende Kulturräume zu verlegen. „Für heute sind wir zufrieden.“, so die Pressevertretung von WGDS, „Die mediale Aufmerksamkeit und das rege Interesse der Anwohner*innen haben uns gezeigt, dass unser Anliegen legitim ist und auf breite Zustimmung trifft.“

#Hafen66

Pressekontakte: Christopher Lobin und Eva Schmitt
Telefonnummer: +49 178 1772218
E-Mail: wgds-mannheim@riseup.net
Facebook: https://www.facebook.com/wgdsmannheim/
Twitter: https://twitter.com/stadt_fuer_alle
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Pressemitteilung Hausbesetzung in der Hafenstraße 66, Mannheim Jungbusch

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir als Kulturschaffende und Gewerbetreibende im Mannheimer Jungbusch sehen die jüngsten Entwicklungen mit Sorge. Der unverwechselbare Flair des Jungbusch lebt von Menschen mit Migrationshintergrund, Studierenden, Künstlerinnen und Künstlern und unangepassten Menschen. Diese Mischung mag Schwierigkeiten beinhalten, aber macht letzten Endes den Reiz unseres Viertels aus.

Dass ein französischer Immobilienfond über 20 Häuser im Jungbusch aufkauft, die Mieterinnen und Mieter mit Mieterhöhungen und schmutzigen Tricks aus den Wohnung vertreibt, bedroht die Sozialstruktur des Jungbuschs massiv. Insgesamt beobachten wir einen Prozess der Aufwertung unseres Stadtviertels, welcher keine Rücksicht auf die Interessen der alteingesessenen Mieterinnen und Mieter nimmt. Ohne diese Alteingesessenen verliert der Jungbusch jedoch seinen vielgepriesenen Charme als multikultureller, Stadtteil mit Ecken und Kanten. Wir möchten nicht in einem Stadtviertel der Reichen leben und arbeiten. Wir möchten einen bunten, vielseitigen Jungbusch für alle!

Die Konversionsflächen auf der ehemaligen Turley-Kaserne liefern mit den Projekten des Mietshäusersyndikats ein gutes Beispiel für die Schaffung von günstigem und sozialen Wohnraum jenseits von Spekulation und Vertreibung. Projekte nach diesem Modell würden dieser Entwicklung im Jungbusch entgegenwirken und somit soziale Vielfältigkeit und bezahlbaren Wohnraum langfristig garantieren.

Wir unterstützen die Forderungen des „Wem gehört die Stadt?“ Bündnis nach preisgünstigem Wohnraum im Jungbusch. Wir unterstützen die Hausbesetzung in der Hafenstraße 66 und das vorgeschlagene Nutzungskonzept nach dem Modell des Mietshäusersyndikats.

 

Kulturbrücken

Kombüse

Kardes Stehcafe

Kardes Döner

Cafe Batia

ASV

Erste Theke Tonträger

Zeitraumexit

Galerie Strümpfe

 

„Wir erhöhen Ihre Miete! Wir kaufen Ihr Viertel auf! Wir mobben Sie aus der Wohnung!“

Wir sind gerade über diese Werbeplakate von Hildebrandt & Hees Immobilien GmbH gestolpert.

Die Werbetafeln der Skandal-Immobilienverwaltung wirken erfrischend ehrlich. Die Firma mit Sitz in der Goethestraße verwaltet mittlerweile mindestens 23 Immobilien im Mannheimer Jungbusch für die französische Großbank BNP Paribas. Kritiker*innen werfen dem Unternehmen vor, mit unfairen und teilweise illegalen Methoden Mieter*innen zu drangsalieren, um so frei werden Wohnungen zu sanieren und teurer neu zu vermieten.

In der Regel versucht Hildebrandt & Hees allerdings, nicht übermäßig durch solche Geschäftspraktiken aufzufallen. Die nunmehr aufgetauchten Werbeplakate werfen die Fragen auf: Hat die Immobilienfirma etwa ihre Kernkompetenzen erkannt und will sich nicht länger verstecken? Oder ist das ganze etwa ein Fake?

Laudatio auf Hildebrandt & Hees

Sehr geehrte Damen und Herren,
in der heutigen Gesellschaft setzen sich so viele Menschen gegen etwas ein. Das ist leicht. Viel schwerer ist es, für etwas zu kämpfen, wie die Verwaltungsgesellschaft Hildebrandt & Hees, die heute mit der „Goldenen Türklinke“ geehrt wird. Seit Jahren ist die Firma ein Vorreiter im Bereich Gentrifizierung und setzt sich mit viel Herzblut für Entmietung, für Verdrängung und für neue, bessere und höhere Mietpreise ein.
Dabei gehen Marcel Hauptenbuchner und sein Team nicht selten über ihre Grenzen hinaus und leisten in vielen Fällen mehr, als man von ihnen erwarten könnte. Sie könnten leicht einen einfachen 9-to-5-Job absolvieren, wie manch andere Verwaltungsgeselschaft: Anfragen bearbeiten, Häuser verwalten, mit MieterInnen und BesitzerInnen verhandeln und dem Großkunden BNP Paribas hin und wieder den aktuellen Stand ihrer Häuser durchgeben. Aber nein! Mit größter Energie, kreativen juristischen oder baumaßnahmlichen Aktionen und langem Atem engagieren sie sich für die Entmietung ganzer Viertel. Dieser Einsatz hat einen Preis mehr als verdient!
Nicht zuletzt zeigen sich die herausragenden Leistungen unseres Preisträgers in der Auswirkung auf die Immobilienpreise. Bei den Mieten (z.B. im Jungbusch oder in der Neckarstadt-Ost): eine Steigerung von 6 € auf 12 € pro Quadratmeter. Bei den Kaufpreisen: eine Steigerung von 300.000 € auf 1,5 Millionen € pro Haus (Applaus, Bravo, Hurra!) Und nicht nur das! Studien haben gezeigt, dass sich solche Erhöhungen auch drastisch auf den gesamten Mietspiegel der Stadt auswirken. Hildebrandt & Hees haben einfach das Wohl der gesamten Stadt im Auge!
Bescheiden wie er ist, wird Marcel Hauptenbuchner sagen, es sei nicht allein sein Verdienst, andere Akteure hätten hierzu auch beigetragen. Doch wir finden: Sie müssen sich nicht wirklich nicht verstecken! Stehen Sie selbstbewusst zu Ihren Leistungen! Das haben Sie sich wirklich verdient!
Doch der güldene Ruhm von Hildebrandt & Hees hat auch seine Schattenseiten: Immer wieder versuchen dreiste AnwohnerInnen, sich gegen die wohlgemeinten Kündigungen, Klagen und Anzeigen zu wehren! Statt sich darüber zu freuen, dass ihre Wohnungen gründlich und liebevoll saniert werden, freundliche HandwerkerInnen monatelang Überraschung und Abwechslung ins Haus bringen, und sie hinterher mit einer angemessenen Miete Teil des neuen hippen Jungbuschs sein können, formulieren sie Widersprüche und ziehen AnwältInnen hinzu. Das ist nicht fair!
Auch die penetrante Solidarität der AnwohnerInnen mit dem Kardes Kiosk, dem Cafe Batia oder der Strümpfe – The Supper-Artclub wird den Wohltätern von Hildebrandt & Hees nicht gerecht. Sollten die Gewerbetreibenden als 4-Sterne-Restaurant, Szenelokal oder Nobelboutique eine Wiedereröffnung planen, unterstützt Herr Hauptenbuchner sie gerne durch eine ansprechende und neu sanierte Immobilie.
Und wünschen wir uns nicht alle unser Viertel luxussaniert und hip? Stellen Sie sich vor: DoppelverdienerInnen flanieren durch den Jungbusch auf der Suche nach einem Vintageregal für die 4-Zimmer-Wohnung, eine trendy Band aus der Popakademieschmiede spielt den neusten Song von Max Giesinger und in der Pizzeria „Al cespuglio giovane“ gibt’s die Pizza Margherita für 13 €. Ist das nicht ein schöner Traum? ArbeiterInnen, Alleinerziehende, MigrantInnen und Arbeitslose, die heute im Jungbusch leben, erinnern uns doch nur an die Ungerechtigkeiten des kapitalistischen Systems! Wer will das schon? (Niemand!)
Hildebrandt & Hees macht unsere und Ihre Träume wahr. In unermüdlichem Eifer kämpfen Marcel Hauptenbuchner und sein Team für ein unbezahlbares Wohnen für uns alle.
Vielen Dank!