Kardeş bleibt!

Am 2. März haben wir gemeinsam mit 20 solidarischen Bürger*innen die restlichen von insgesamt 760 Unterschriften an Hildebrandt & Hees Immobilien GmbH übergeben und die Rücknahme der Kündigung des Kardes Kiosk gefordert. Hier ein kurzer Clip zur Aktion:

Das Kardeş Stehcafé steht stellvertretend für alle, die der Aufwertung des Jungbuschs weichen sollen. Von Gentrifizierung Betroffene und solidarische Bürger*innen können uns gerne eine Nachricht schreiben oder einfach zum nächsten Offenen Stadtteiltreffen im Jungbusch kommen.

 



Unsere Pressemitteilung zur Aktion:



Das Kardeş Stehtcafé soll erhalten bleiben!

Bürger*innen übergeben insg. 760 Unterschriften an die Immobilienverwaltung Hildebrandt & Hees Immobilien GmbH und fordern die Rücknahme der Kündigung des Kardeş Stehcafés

Am Nachmittag des 2. März 2017 hat eine Gruppe von etwa 20 solidarischen Bürger*innen ihren Protest gegen die Gentrifizierungspolitik im Jungbusch an einen der verantwortlichen Akteure herangetragen: Die Immobilienverwaltung Hildebrandt & Hees, die im Auftrag der französischen Großbank BNP Paribas eine Politik der Verdrängung und Aufwertung im Jungbusch vorantreibt. Dabei hatten die Beteiligten eine klare Forderung: Die Kündigung des Kardeş Stehcafés soll innerhalb einer Woche zurückgenommen werden. Andernfalls werde man seinen Protest gegen die Geschäftspraktiken von Hildebrandt & Hees und die BNP Paribas intensivieren.

Eine Sprecherin der Gruppe zeigte sich mit dem Ablauf der Übergabe zufrieden. „Freundlich, aber deutlich haben wir unsere Forderung an den Verantwortlichen bei Hildebrandt & Hees herangetragen.“ Die fristlose Kündigung des Kardeş Stehcafés einen Tag vor Weihnachten beruhe nicht nur auf falschen Tatsachen, sie sei zugleich eine Kampfansage an alle Mieter/innen der Paribas-Häuser.

„Das Kardeş Stehcafé von Kati und Rosa steht stellvertretend für alle, die einer Aufwertung des Stadtteils weichen müssen“, so die Sprecherin weiter. „Gemeinsam mit den Betroffenen haben wir Unterschriftenlisten erstellt, die wir heute an die Hausverwaltung übergeben haben. Die Unterstützung, die unser Anliegen von einer deutlichen Mehrheit der Bewohner*innen des Jungbuschs erfahren hat, war beeindruckend. Innerhalb weniger Tage hatten wir die Unterschriften zusammen.“

In dem Prozess sei auch deutlich geworden, dass dies nur die Spitze des Eisbergs sei: Bei den monatlich stattfindenden Stadtteiltreffen berichteten immer mehr Betroffene von Mieterhöhungen und Kündigungen durch Hildebrandt & Hees, so etwa der Besitzer des Café Batia und Mietende der Häuser, die vor einiger Zeit von dem Immobilienfonds der französischen Bank BNP Paribas aufgekauft und nun von Hildebrandt & Hees verwaltet werden. „Mittlerweile haben wir 17 Häuser identifiziert, die dieses Schicksal teilen. Mieterhöhungen um 20% sind dabei keine Seltenheit.“

„Wenn Hildebrandt & Hees nicht einlenkt, wird die heutige Übergabe nur der Anfang gewesen sein!“, geben sich die Bürger*innen kämpferisch. Auf dem Offenen Stadtteiltreffen habe man beschlossen, der aktuellen Entwicklung entgegenzuwirken, um den Jungbusch als Stadtteil für alle zu verteidigen. Alle, die dabei helfen wollten, seien herzlich zum nächsten offenen Stadtteiltreffen am 4. März um 16 Uhr in die Räume der Falken Mannheim, F7,22, eingeladen.“

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