Pressemitteilung Hausbesetzung in der Hafenstraße 66, Mannheim Jungbusch

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir als Kulturschaffende und Gewerbetreibende im Mannheimer Jungbusch sehen die jüngsten Entwicklungen mit Sorge. Der unverwechselbare Flair des Jungbusch lebt von Menschen mit Migrationshintergrund, Studierenden, Künstlerinnen und Künstlern und unangepassten Menschen. Diese Mischung mag Schwierigkeiten beinhalten, aber macht letzten Endes den Reiz unseres Viertels aus.

Dass ein französischer Immobilienfond über 20 Häuser im Jungbusch aufkauft, die Mieterinnen und Mieter mit Mieterhöhungen und schmutzigen Tricks aus den Wohnung vertreibt, bedroht die Sozialstruktur des Jungbuschs massiv. Insgesamt beobachten wir einen Prozess der Aufwertung unseres Stadtviertels, welcher keine Rücksicht auf die Interessen der alteingesessenen Mieterinnen und Mieter nimmt. Ohne diese Alteingesessenen verliert der Jungbusch jedoch seinen vielgepriesenen Charme als multikultureller, Stadtteil mit Ecken und Kanten. Wir möchten nicht in einem Stadtviertel der Reichen leben und arbeiten. Wir möchten einen bunten, vielseitigen Jungbusch für alle!

Die Konversionsflächen auf der ehemaligen Turley-Kaserne liefern mit den Projekten des Mietshäusersyndikats ein gutes Beispiel für die Schaffung von günstigem und sozialen Wohnraum jenseits von Spekulation und Vertreibung. Projekte nach diesem Modell würden dieser Entwicklung im Jungbusch entgegenwirken und somit soziale Vielfältigkeit und bezahlbaren Wohnraum langfristig garantieren.

Wir unterstützen die Forderungen des „Wem gehört die Stadt?“ Bündnis nach preisgünstigem Wohnraum im Jungbusch. Wir unterstützen die Hausbesetzung in der Hafenstraße 66 und das vorgeschlagene Nutzungskonzept nach dem Modell des Mietshäusersyndikats.

 

Kulturbrücken

Kombüse

Kardes Stehcafe

Kardes Döner

Cafe Batia

ASV

Erste Theke Tonträger

Zeitraumexit

Galerie Strümpfe

 

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