Klage abgewiesen!

Am Mittwoch, den 24.01.2018 musste Hildebrandt & Hees Immobilien GmbH in Vertretung für „BNP Paribas REIM Germany GmbH Puma Invest“ eine weitere Prozessschlappe vor dem Landgericht Mannheim hinnehmen.

Der vorsitzende Richter rügte, dass bereits der Klageantrag nicht richtig formuliert wurde und wies die Klage vollumfänglich ab. Die ganze Verhandlung dauerte keine 10 Minuten.

Dies ist nicht ungewöhnlich bei Prozessen, in denen Hildebrandt & Hees gegen Mieter*innen vorgeht. Werden die Klagen überhaupt zugelassen, werden diese häufig von den Mieter*innen gewonnen.

Ein weiterer Sieg für den Jungbusch Kiez und seine Vielfalt!

Offenes Stadtteiltreffen Jungbusch 06.01.18












Deutsch

Jeden 1. Samstag des Monats findet um 16 Uhr das Offene Stadtteiltreffen (OST) #Jungbusch statt. Leider noch nicht im „Grand Hotel Jungbusch“, dafür an unterschiedlichen Orten im Stadtteil. Am 6. Januar treffen wir uns in der Beilstraße 12.

Eingeladen sind alle Bewohner*innen des Jungbuschs sowie solidarische stadtpolitisch Aktive. Uns interessiert wie immer die Lage in euren Häusern sowie die aktuelle Gerüchteküche in unserem Stadtteil. In diesem Sinne: Kommt vorbei. Wir bleiben alle!

English

Every first Saturday in month the open district meetings („Offene Stadtteiltreffen (OST)“) taking place in Jungbusch. Unfortunatly not in the „Grand Hotel Jundbusch“, but in different locations in the district. On the 6. of january we will meet in the Beilstraße 12.
Everyone who is living in the district and also all activists who are showing solidarity. We are, as always, interested in the issues of your houses and the immediate rumors in the disctrict. With this in mind: Get together. We will stay!

6 Monate nach dem Beschluss des “12-Punkte-Programms” – Offener Brief an OB Dr. Peter Kurz

Offener Brief des “OST Jungbusch” sowie stadtpolitisch Aktiver an die Stadt Mannheim

 

 

 

Sehr geehrter Herr OB Dr. Peter Kurz,

bei der Eröffnung des 13. Nachtwandels im Jungbusch erklärten Sie, es sei ein klares Ziel der Stadt Mannheim, die Vielfalt im Jungbusch zu erhalten. Ferner gaben Sie an, die Stadt Mannheim sei dabei, eine Lösung zum Thema preisgünstigen Wohnnraum für die Hafenstraße 66 zu finden.

Knapp sechs Monate nach der Verabschiedung des “12 Punkte Programms für preisgünstigen Wohnraum” am 27. Juni 2017 stellen sich für uns als Bewohnerinnen und Bewohner des Jungbuschs sowie stadtpolitisch Aktive nachfolgende Fragen:

  1. Welche Informationen hat die Stadt Mannheim über die Verdrängung einkommensschwacher Haushalte durch erhebliche Mietsteigerungen sowie rechtswidrige Kündigungen? Die Frage bezieht sich besonders auf den Stadtteil Jungbusch.
  2. Welche konkreten Maßnahmen hat die Stadt seit Verabschiedung des 12-Punkte-Programms unternommen, um diesem Effekt entgegenzuwirken?
  3. Für welche Bereiche plant die Stadt den Erlass einer Erhaltungssatzung (“Milieuschutzsatzung”) nach dem BauGB?
  4. Welche Lösung zum Thema preisgünstigen Wohnraum sieht die Stadt für die Hafenstraße 66 vor? Zu welchem Mietpreis wird der Wohnraum in der Hafenstraße 66 voraussichtlich mietbar sein (Kalt- und Warmmiete)? Mit welchen Kosten ist im Falle einer Renovierung bzw. eines Neubaus zu rechnen?
  5. Welche Entwicklung sieht die Stadt für das Gelände südlich der Aral-Tankstelle (Hafenstraße 15-19) vor? Wird hier preisgünstiger Wohnraum entstehen?
  6. Bei dem “Offenen Stadtteiltreffen Jungbusch” am 5. August 2017 in der Hafenstraße 66 wurde erklärt, die Stadt befände sich in Gesprächen mit Hildebrandt & Hees bzw. BNP Paribas. Hierbei gehe es insbesondere um eine freiwillige Selbstverpflichtung von Hildebrandt & Hees bzw. BNP Paribas zur Einhaltung der Sozialquote. Welche Ergebnisse hatten diese Gespräche? Hat Hildebrandt & Hees bzw. BNP Paribas eine solche Selbstverpflichtung zwischenzeitlich abgegeben?
  7. Welche Maßnahmen wurden bislang ergriffen bzw. wird die Stadt noch ergreifen, um weitere rechtswidrige Kündigungen durch Hildebrandt & Hess bzw. BNP Paribas zu verhindern?
  8. Mit welchen Mitteln möchte die Stadt, insbesondere vor dem Hintergrund sprachlicher Barrieren, dafür Sorge tragen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner von Häusern, welche durch Hildebrandt & Hees bzw. BNP Paribas gekauft wurden, hinreichend über ihre Rechte informiert werden?
  9. Auf welche Weise unterstützt die Stadt alteingesessene Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer im Jungbusch bei einer sanften Modernisierung ihrer Häuser (Kredite, Planung, know-how etc.), um einem (Not-) Verkauf an finanzstarke Investoren zuvorzukommen?

Wir bitten um möglichst zeitnahe Beantwortung und wünschen frohe Feiertage!

Mit freundlichen Grüßen


WGDS? Mannheim – Stadtpolitisches Bündnis
für das Offene Stadtteiltreffen Jungbusch

Veranstaltung:
Offenes Stadtteiltreffen Jungbusch 07.10.17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Invitation in different languages:


English

Come to the meeting of the inhabitants of the Jungbusch
We want to talk about problems and
Talk about what the Jungbusch still needs.
What offers should arise?
Everyone should make a decision
So please come by.
7 Oktober 4 pm
At Beilstraße 12


Türk

Jungbusch sakinlerinin toplantıya gel
Biz sorunları hakkında konuşmak istiyoruz ve
Jungbusch hala ihtiyaç duyduğu hakkında konuşmak.
Ne gibi hizmetler yükselecek gerekir?
Tüm birlikte karar vermelidir
böylece gel lütfen.
07 Ekim 16:00
Beilstraße 12


Eurbaa

taeal ‚iilaa aijtimae sukkan Jungbusch
nahn nurid ‚an natahadath ean almashakil w
alhadith ean ma zal yahtaj ‚iilaa Jungbusch.
ma hi alkhadamat alty yjb ‚an trtfe?
ealaa aljamie ‚an yusharik fi aitikhadh qarar
lidha yrja tati.
7 shahr’uktubar, 16:00
Beilstrasse 12


Español

Asistir a la reunión de los habitantes de Jungbusch
Queremos hablar de los problemas y
hablar de lo que aún necesita la Jungbusch.
¿Qué servicios debería aumentar?
Todos deben co-decidir
así que por favor venir.
07 octubre, 16:00
Beilstraße 12


Deutsch

Jeden 1. Samstag des Monats findet um 16 Uhr das Offene Stadtteiltreffen (OST) #Jungbusch statt. Leider noch nicht im „Grand Hotel Jungbusch“, dafür an unterschiedlichen Orten im Stadtteil. Am 7. Oktober 2017 treffen wir uns in der Beilstraße 12.

Eingeladen sind alle Bewohner*innen des Jungbuschs sowie solidarische stadtpolitisch Aktive. Unter anderem möchten wir von den bisherigen Gesprächen mit der Stadt über die Zukunft des #Hafen66 berichten und von euch hören, wie es mit dem Gebäude weitergehen soll.

Außerdem interessiert uns wie immer die Lage in euren Häusern sowie die aktuelle Gerüchteküche in unserem Stadtteil. In diesem Sinne: Kommt vorbei. Wir bleiben alle!

Veranstaltung:
Offenes Stadtteiltreffen Jungbusch 02.09.17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Invitation in different languages:


English

Come to the meeting of the inhabitants of the Jungbusch
We want to talk about problems and
Talk about what the Jungbusch still needs.
What offers should arise?
Everyone should make a decision
So please come by.
2 September 4 pm
At the large square in Beilstraße


Türk

Jungbusch sakinlerinin toplantıya gel
Biz sorunları hakkında konuşmak istiyoruz ve
Jungbusch hala ihtiyaç duyduğu hakkında konuşmak.
Ne gibi hizmetler yükselecek gerekir?
Tüm birlikte karar vermelidir
böylece gel lütfen.
02 Eylül 16:00
Beilstraße geniş meydanda


Arabisch

taeal ‚iilaa aijtimae sukkan Jungbusch
nahn nurid ‚an natahadath ean almashakil w
alhadith ean ma zal yahtaj ‚iilaa Jungbusch.
ma hi alkhadamat alty yjb ‚an trtfe?
ealaa aljamie ‚an yusharik fi aitikhadh qarar
lidha yrja tati.
2 sibtambur, 16:00
ealaa midan kabir fi Beilstrasse


Español

Asistir a la reunión de los habitantes de Jungbusch
Queremos hablar de los problemas y
hablar de lo que aún necesita la Jungbusch.
¿Qué servicios debería aumentar?
Todos deben co-decidir
así que por favor venir.
02 septiembre, 16:00
En la gran plaza en el Beilstraße


Deutsch

Jeden 1. Samstag des Monats findet um 16 Uhr das Offene Stadtteiltreffen (OST) #Jungbusch statt. Leider noch nicht im „Grand Hotel Jungbusch“, dafür an unterschiedlichen Orten im Stadtteil. Am 2. September 2017 treffen wir uns bei gutem Wetter auf dem Sackträgerplatz direkt vor der Beilstraße 12.

Eingeladen sind alle Bewohner*innen des Jungbuschs sowie solidarische stadtpolitisch Aktive. Unter anderem möchten wir von den bisherigen Gesprächen mit der Stadt über die Zukunft des #Hafen66 berichten und von euch hören, wie es mit dem Gebäude weitergehen soll.

Außerdem interessiert uns wie immer die Lage in euren Häusern sowie die aktuelle Gerüchteküche in unserem Stadtteil. In diesem Sinne: Kommt vorbei. Wir bleiben alle!

„Wir erhöhen Ihre Miete! Wir kaufen Ihr Viertel auf! Wir mobben Sie aus der Wohnung!“

Wir sind gerade über diese Werbeplakate von Hildebrandt & Hees Immobilien GmbH gestolpert.

Die Werbetafeln der Skandal-Immobilienverwaltung wirken erfrischend ehrlich. Die Firma mit Sitz in der Goethestraße verwaltet mittlerweile mindestens 23 Immobilien im Mannheimer Jungbusch für die französische Großbank BNP Paribas. Kritiker*innen werfen dem Unternehmen vor, mit unfairen und teilweise illegalen Methoden Mieter*innen zu drangsalieren, um so frei werden Wohnungen zu sanieren und teurer neu zu vermieten.

In der Regel versucht Hildebrandt & Hees allerdings, nicht übermäßig durch solche Geschäftspraktiken aufzufallen. Die nunmehr aufgetauchten Werbeplakate werfen die Fragen auf: Hat die Immobilienfirma etwa ihre Kernkompetenzen erkannt und will sich nicht länger verstecken? Oder ist das ganze etwa ein Fake?

Laudatio auf Hildebrandt & Hees

Sehr geehrte Damen und Herren,
in der heutigen Gesellschaft setzen sich so viele Menschen gegen etwas ein. Das ist leicht. Viel schwerer ist es, für etwas zu kämpfen, wie die Verwaltungsgesellschaft Hildebrandt & Hees, die heute mit der „Goldenen Türklinke“ geehrt wird. Seit Jahren ist die Firma ein Vorreiter im Bereich Gentrifizierung und setzt sich mit viel Herzblut für Entmietung, für Verdrängung und für neue, bessere und höhere Mietpreise ein.
Dabei gehen Marcel Hauptenbuchner und sein Team nicht selten über ihre Grenzen hinaus und leisten in vielen Fällen mehr, als man von ihnen erwarten könnte. Sie könnten leicht einen einfachen 9-to-5-Job absolvieren, wie manch andere Verwaltungsgeselschaft: Anfragen bearbeiten, Häuser verwalten, mit MieterInnen und BesitzerInnen verhandeln und dem Großkunden BNP Paribas hin und wieder den aktuellen Stand ihrer Häuser durchgeben. Aber nein! Mit größter Energie, kreativen juristischen oder baumaßnahmlichen Aktionen und langem Atem engagieren sie sich für die Entmietung ganzer Viertel. Dieser Einsatz hat einen Preis mehr als verdient!
Nicht zuletzt zeigen sich die herausragenden Leistungen unseres Preisträgers in der Auswirkung auf die Immobilienpreise. Bei den Mieten (z.B. im Jungbusch oder in der Neckarstadt-Ost): eine Steigerung von 6 € auf 12 € pro Quadratmeter. Bei den Kaufpreisen: eine Steigerung von 300.000 € auf 1,5 Millionen € pro Haus (Applaus, Bravo, Hurra!) Und nicht nur das! Studien haben gezeigt, dass sich solche Erhöhungen auch drastisch auf den gesamten Mietspiegel der Stadt auswirken. Hildebrandt & Hees haben einfach das Wohl der gesamten Stadt im Auge!
Bescheiden wie er ist, wird Marcel Hauptenbuchner sagen, es sei nicht allein sein Verdienst, andere Akteure hätten hierzu auch beigetragen. Doch wir finden: Sie müssen sich nicht wirklich nicht verstecken! Stehen Sie selbstbewusst zu Ihren Leistungen! Das haben Sie sich wirklich verdient!
Doch der güldene Ruhm von Hildebrandt & Hees hat auch seine Schattenseiten: Immer wieder versuchen dreiste AnwohnerInnen, sich gegen die wohlgemeinten Kündigungen, Klagen und Anzeigen zu wehren! Statt sich darüber zu freuen, dass ihre Wohnungen gründlich und liebevoll saniert werden, freundliche HandwerkerInnen monatelang Überraschung und Abwechslung ins Haus bringen, und sie hinterher mit einer angemessenen Miete Teil des neuen hippen Jungbuschs sein können, formulieren sie Widersprüche und ziehen AnwältInnen hinzu. Das ist nicht fair!
Auch die penetrante Solidarität der AnwohnerInnen mit dem Kardes Kiosk, dem Cafe Batia oder der Strümpfe – The Supper-Artclub wird den Wohltätern von Hildebrandt & Hees nicht gerecht. Sollten die Gewerbetreibenden als 4-Sterne-Restaurant, Szenelokal oder Nobelboutique eine Wiedereröffnung planen, unterstützt Herr Hauptenbuchner sie gerne durch eine ansprechende und neu sanierte Immobilie.
Und wünschen wir uns nicht alle unser Viertel luxussaniert und hip? Stellen Sie sich vor: DoppelverdienerInnen flanieren durch den Jungbusch auf der Suche nach einem Vintageregal für die 4-Zimmer-Wohnung, eine trendy Band aus der Popakademieschmiede spielt den neusten Song von Max Giesinger und in der Pizzeria „Al cespuglio giovane“ gibt’s die Pizza Margherita für 13 €. Ist das nicht ein schöner Traum? ArbeiterInnen, Alleinerziehende, MigrantInnen und Arbeitslose, die heute im Jungbusch leben, erinnern uns doch nur an die Ungerechtigkeiten des kapitalistischen Systems! Wer will das schon? (Niemand!)
Hildebrandt & Hees macht unsere und Ihre Träume wahr. In unermüdlichem Eifer kämpfen Marcel Hauptenbuchner und sein Team für ein unbezahlbares Wohnen für uns alle.
Vielen Dank!

Veranstaltung:
„Die Goldene Türklinke“ für Hildebrandt & Hees Negativpreis für lokale Immobilienverwaltung

Mannheim.

Immer wieder ertönte am vergangenen Samstag lauter Beifall vor dem Nationaltheater Mannheim. Der Applaus galt einem Unternehmen, das mit Standing Ovations eher weniger vertraut ist: Der Immobilienverwaltung Hildebrandt & Hees. Vor einem etwa dreißigköpfigen Festpublikum verlieh ihr das zivilgesellschaftliche Komitee „Wem gehört die Stadt?“ die „Goldene Türklinke“, einen Negativpreis für erfolgreiche Verdrängung und Entmietung.

Bei Sekt und Häppchen gratulierten zahlreiche Vertreter*innen der Stadtgesellschaft dem Unternehmen und seinem Geschäftsführer Marcel Hauptenbuchner. So lobte etwa Bezirksbeirat Dennis Ulas (DIE LINKE. Mannheim) die herausragende Zusammenarbeit zwischen der Großbank BNP Paribas und der Immobilienverwaltung in dem Bestreben, überall dort, wo noch einfache Menschen lebten, „bald goldene Türklinken“ vorzufinden. Karlheinz Paskuda vom Mieterverein Mannheim führte hingegen die kreativen Klagen gegen unliebsame Mieter*innen als einen der zahlreichen Gründe für die Auszeichnung ins Feld.

In der Laudatio lobte Raul Rosenfelder vom auszeichnenden Komitee überdies die Auswirkungen der erhöhten Mieten auf den gesamten städtischen Mietspiegel sowie die Aufopferungsbereitschaft der Immobilienfirma, mit der sie sich für ihre hehren Ziele einsetze: Dort wo jetzt Arbeiter*innen, Alleinerziehende und Migrant*innen lebten, bald luxussanierte Wohnungen an Doppelverdiener*innen vermieten zu können. Zur festlichen Atmosphäre trugen auch Saxophonimprovisationen von Claude de la Rose von der Port Launay Jazz Band bei.

Trotz förmlicher Einladung konnte oder wollte der Preisträger, Herr Marcel Hauptenbuchner, nicht an der Preisverleihung teilnehmen. Auch eine Vertretung wurde nicht geschickt, sodass der schmuckvolle Pokal sich auch weiterhin in der Obhut des Komitees „WGDS – Mannheim“ befindet. „Natürlich ist es bedauerlich, dass der Honorierte ohne Entschuldigung der Preisverleihung fern geblieben ist“, zeigt sich eine Sprecherin des Festkomitees enttäuscht. „Wir sind jedoch zuversichtlich, ihm diesen bedeutenden Preis bei einem seiner zahlreichen privaten Besuche im Jungbusch überreichen zu können.“